Von brüllender Hitze in eisigste Kälte

Diese Nacht werde ich wirklich nicht vergessen. Eigentlich ganz glücklich gewesen, den vordersten Platz oben im Bus bekommen, also mit Panorama-Sicht. Schlaf? Papperlapapp!
Ich versuchte es wirklich, aber die immer mehr ansteigende Kälte und der Druck auf den Ohren machte dies unmöglich. Wir fuhren auf einem sehr holprigen Weg Richtung… Himmel. Ich würde behaupten der Weg hatte eine Steilheit von 60 Grad.
Das Erste was ich tat, als wir den Bus verließen, war eine Mütze kaufen, das zweite, einen Kaffeestand suchen. Wie gut, dass ich tatsächlich vorher noch eine lange Hose angezogen hatte und nicht im Mini-Röckchen eingestiegen war! Ich hätte mir so mit Sicherheit den Tod geholt.
Nach einer kleinen Fahrt durch La Paz (der Frieden), was meiner Meinung nach mit den vielen Rohbaugebäuden in der braunen Farbe eher einem Kriegsopfer-Bild von Otto Dix glich, stiegen wir auch schon in den nächsten Bus, der ein wenig, naja… alt war und wenig Platz bot. Zunächst fuhren wir ein wenig durch das Nichts, was sich durch Berge, Gras, Hütten und Ziegen widerspiegelte, bis wir dann irgendwann am Titikaka-See ankamen,
um diesen mit einem Boot zu überqueren.
Etwas später Nachmittags dann, kamen wir dann endlich in unserem Reiseziel an: Copacabana.

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